Liebe Genossinnen, liebe Genossen, ich bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen. Weiterhin gilt mein Dank Euch allen, die Ihr als Kassenwart oder Pressewart, als Revisor, Schriftführerin oder Beisitzer/in, als Rats- oder Ausschussmitglied Euren Dienst an der Partei und an unserer Gemeinde leistet. Und schließlich ist auch den vielen Freundinnen und Freunden unserer Partei und unseren Familienangehörigen zu danken, die das teils zeitintensive Engagement ihrer Lieben, unserer Aktiven „erdulden“ und unterstützen – und wie beispielsweise bei der Brötchenaktion im Kommunalwahlkampf 2009 zahlreich mit anpackten ohne selbst Mitglied zu sein. Mein Vorgänger im Amt des Ortsvereinsvorsitzenden, Oliver Käfer, schaffte es, neue Kräfte für unsere Partei zu gewinnen. Gemeinsam mit den altbewährten Streiterinnen und Streitern unserer Sache bildeten sie bei der Kommunalwahl 2009 ein überzeugendes Team. Dies wurde von den Wählerinnen und Wählern anerkannt und durch einen weiteren Sitz im Ortsgemeinderat belohnt. Darüber hinaus betrieb Oliver Käfer die Verankerung unseres Ortsvereins als Verein, der auch jenseits der kommunalpolitischen Ratstätigkeit und gemeinsam mit anderen nicht-politischen Vereinen unserer Gemeinde für Waldfischbach und Burgalben aktiv ist. Beispielhaft hierfür seien die Teilnahme mit eigenen Ständen an Radlspaß, Bruchwiesenfest und Christkindlmarkt genannt oder auch unsere jährlichen Arbeitseinsätze zur Aufwertung, Instandsetzung bzw. Instandhaltung markanter Punkte in unserer Gemeinde (Platte am Galgenfels, Säulenfelsen, Lindenbrunnen).
Die Bedeutung dieses Engagements auch jenseits des Politischen wird tendenziell eher noch zunehmen. In Zeiten unbestreitbar notwendiger Haushaltssanierung auf europäischer Ebene, auf Bundes- und Länderebene, wird auch der finanzielle Handlungsspielraum der Kommunen absehbar engen Grenzen unterworfen sein. Was noch vor kurzer Zeit „durch einen Griff ins Säckel“ zu leisten war, wird zukünftig zumindest teilweise bürgerschaftliches Engagement voraussetzen. Unser Genosse Norbert Mansmann, der als 1. Beigeordneter unermüdlich für unsere Gemeinde arbeitet geht hier mit gutem Beispiel voran. Und das im eigentlichen Wortsinn: welche andere Gemeinde hat einen Beigeordneten der unentgeltlich Reparaturen an Gemeindeeinrichtungen durchführt?! Die angesprochenen finanziellen Rahmenbedingungen machen (kommunal-)politisches Engagement nicht vergnügungssteuerpflichtig. Im Gegenteil: die heutige Generation an Rätinnen, Räten und Ausschussmitgliedern befindet sich nicht mehr in der komfortablen Situation neue Museen und Schwimmbäder einweihen zu dürfen. Stattdessen müssen sie viel Kreativität aufbringen, um das Ererbte, das Bestehende für die Zukunft zu erhalten und, wenn es gar nicht mehr anders geht, auch Einrichtungen zu schließen. Dies gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern zu vertreten und zu erklären erfordert Rückgrat und Mut und es verdient Anerkennung. Der Bedeutungszuwachs den das bürgerschaftliche Engagement absehbar erfahren wird, eröffnet uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten jedoch auch Perspektiven. Wird der Begriff des „Bürgerlichen“ seit langer Zeit von anderen Parteien und Gruppierungen exklusiv vereinnahmt, so als seien Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, aber auch Bündnisgrüne keine Bürger, so dämmert nun die Zeit, unser eigenes, sozialdemokratisches Bürgerverständnis in die Gesellschaft zu tragen. Dies ist nicht die bereits okkupierte Begriffsvariante des Besitzbürgers, des Bourgeois, sondern die ehrenvolle Begriffsvariante des eigenverantwortlichen und gemeinwohlorientierten Bürgers, des Citoyen. In diesem Sinne der Eigenverantwortung und der Gemeinwohlorientierung reichen wir allen politischen und nichtpolitischen Gruppen und Vereinen in Waldfischbach und Burgalben die Hand zur Zusammenarbeit. Dies ist keine leere Floskel, sondern wir stellen dies bereits durch die Mitarbeit beispielsweise in den Arbeitskreisen Bruchwiesenfest und Christkindlmarkt und selbstverständlich auch im Ortsgemeinderat unter Beweis. Wir widerlegen damit den immer wieder gegen uns und speziell gegen unseren Fraktionsvorsitzenden Andreas Peiser vorgetragenen Vorwurf der Blockade und des Nachkartens alter Kämpfe aus vorangegangenen Wahlperioden. Eine solche Blockade und ein solches Nachkarten finden von unserer Seite nicht statt. Wenn sie stattfindet, dann aus den Reihen anderer Gruppierungen, die sich der Mitverantwortung im Ortsvorstand entzogen haben und stattdessen wie eh und je unbegründete Feindbildern pflegen und in alteingeübter Kampfhaltung verharren. Diese Entscheidung lag bei diesen Gruppierungen. Sie kann überwunden werden und steht von unserer Seite einer zukünftigen Zusammenarbeit nicht im Wege. Jedoch sagen wir klar und deutlich: wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sind von unserem Verständnis her etwas anderes, ja mehr als eine Wählergruppe. Wir haben zusammengefunden und sind verbunden durch gemeinsame Wertüberzeugungen und eine weit über hundertjährige Tradition. Dies ist identitäts- und gemeinschaftsstiftend: Emotionen und Werte. Und deshalb werden wir es nicht hinnehmen, wenn einzelne aus unseren Reihen, unsere Fraktion oder unser Ortsverein angegriffen wird. Wir stehen zusammen. Diese wertvolle Selbstgewissheit trägt uns und gibt uns die Stärke, die wir für die Erreichung unserer Ziele brauchen – für unsere Partei , für Waldfischbach und Burgalben. Deshalb: unsere Geldbeutel mögen leer sein – unsere Herzen für die Partei und für Waldfischbach-Burgalben sind voll!