FÜR WALDFISCHBACH-BURGALBEN.

FÜR DICH.

Offener Brief an Franz Ullrich (CDU)

Veröffentlicht am 27.06.2007 in Ortsverein
 

Lieber Herr Ullrich, mit 28 Beschäftigten eines in Insolvenz gegangenen Betriebes macht man keinen Wahlkampf! Sicherlich ist Ihnen aus der Zeit bevor Sie das Amt des Ortsbeigeordneten nach der letzten Wahl verlassen haben bekannt, dass der Gesetzgeber mit der Einführung der Verbandsgemeinden eine bewusste Trennung zwischen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Bürgermeistern geschaffen hat. Beide Ebenen haben Ihre jeweiligen Aufgaben und sollten diese möglichst in gegenseitiger Abstimmung wahrnehmen. Es macht wenig Sinn, wenn die Ehrenamtlichen die Arbeit der Hauptamtlichen noch einmal machen.

Genau dies fordern Sie jedoch. Obwohl Sie wissen, dass dies nicht möglich ist. Der Ortsbürgermeister von Waldfischbach-Burgalben ist ehrenamtlich. Die anfallende Arbeit ist in der Freizeit oder am Wochenende zu erledigen. Auch deshalb macht es wenig Sinn, wenn ein Ehrenamtlicher die Arbeit eines Hauptamtlichen noch einmal machen soll. Es sein denn, Sie Herr Ullrich, gehen davon aus, dass der neue Verbandsbürgermeister für diese Aufgaben nicht qualifiziert ist, oder diese nicht ordentlich erledigt. Dann würde ich allerdings darum bitten, dem Kollegen Winfried Krämer eine Chance zu geben, immerhin macht er diese Arbeit noch nicht lange. Aber vermutlich haben Sie vor der Arbeit des neuen Verbandsbürgermeisters genau so wenig Respekt wie Sie diesen vor der ehrenamtlichen Arbeit eines Ortsbürgermeisters haben. Selbstverständlich heißt diese Arbeitsteilung nicht, wie von Ihnen unterstellt, dass der Ortsbürgermeister sich nicht die gleichen Sorgen macht. Aber wie gesagt, der Verbandsbürgermeister deckt die kommunale Ebene in Wirtschaftsfragen ab. Sollten hierzu Entscheidungen notwendig sein, dann werden diese gemeinsam vorbereitet und den Gremien vorgelegt. Sie wissen ebenso gut wie ich, Herr Ullrich, dass die Gemeinde keine finanziellen Mittel hat mit denen Sie direkt helfen könnte oder dürfte. Ansonsten halte ich nichts von einem Tourismus zu insolventen Firmen. Wer keine wirkliche Hilfe anzubieten hat, sollte den Insolvenzverwalter nicht von seiner Arbeit abhalten. Alles andere ist reine persönliche Profilierungssucht. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass diese Art von öffentlicher Anfeindung einer Person mit falschen Behauptungen, nicht die Art der CDU-Fraktion ist, sondern die Vorgehensweise von ein oder zwei Personen, die die Fraktion wieder einmal missbrauchen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die CDU-Fraktion Wahlkampf auf den Schultern von 28 Beschäftigten eines in Insolvenz gegangenen Autohauses austragen möchte. Im Übrigen hege ich die Hoffnung, dass auch die führenden Köpfe der CDU-Fraktion es in den nächsten zwei Jahren noch einmal schaffen zur Sachpolitik zurück zu kehren. Der Ortsgemeinde schadet es jedenfalls auf Dauer, wenn die größte Fraktion über fünf Jahre hinweg Wahlkampf führt. Parkplatz Schlossstraße, Friedhofserweiterung, Straßensanierung und Dachsanierung Bauhof sind wichtige Themen mit denen wir uns gemeinsam beschäftigen sollten. Mit freundlichen Grüßen Andreas Peiser