Wenn Hr. Schier von "ganzen" neun Sitzungen schreibt, dann sollte er den ihm vorliegenden Sitzungsprotokollen gleich noch weitere Sitzungen des Haupt- und Finanzausschusses hinzuzählen. Desweiteren zehn Werksausschußsitzungen in denen sich Vertreter aller Fraktionen des Gemeinderates mit dem technischen Ausbau und den entstehenden Kosten für die Brunnenbohrung und die Sanierung des örtlichen Wasserwerkes beschäftigt haben.
Ferner haben die Ratsmitglieder und Ausschußmitglieder am 24. September 2005 alle Wasserversorgungseinrichtungen besichtigt und wurden dabei über den technischen Zustand der Anlagen vom zuständigen Werkleiter informiert. Deshalb ist der Ausdruck "ganze neun mal" schon nicht richtig. "Immerhin sicher mehr als 20 mal wurde in den 3 Gremien beraten und diskutiert, berechnet und überlegt wie diese notwendige Sanierung stattfinden kann" sollte in diesem ersten Satz stehen. Und eines ist sicher: Dieser Gemeinderat ist alles andere als konfliktscheu oder diskussionsfeindlich! Als Mitglied der beteiligten Gremien kann einem die Aussage von Schier versagt zu haben nur befremden. Weil der Gemeinderat, mit Mitgliedern aus allen Fraktionen, Menschen aus fast allen Schichten unserer Bevölkerung, mit Lebens- und Berufserfahrungen aus fast allen Bereichen, eine andere Abrechnungsweise als Hr. Schier vorschlägt, hat dieser noch lange nicht versagt. Nach seinem Auftritt bei der Bürgerversammlung im August, seinem Leserbrief mit seinen selbst aufgestellten Berechnungen und nun diesem Leserbrief, in dem er aus seinen eigenen Rückschlüssen heraus dem Rat Versagen vorwirft, ist wohl klar, daß Schier nur seine eigenen Interessen vertritt. Und das ziemlich laut und auch ziemlich ungerecht. Es ist das Recht von Schier seine Meinung zu äußern. Versagt hat aber nur dessen Objektivität. Wenn Schier aber sagt "Waldfischbach ist schlimmer als Lehmann Brothers", dann muß man sich doch fragen was er uns damit sagen will, warum er auf einmal den ganzen Ort verteufelt und was man ihm nun empfehlen soll. Oliver Käfer Mitglied des Ortsgemeinderates und des Haupt- und Finanzausschusses